Arrangeur / Komponist Robert Lingnau - home NeuesBiographieArbeitMusikNoteninteraktiv

Newsticker - Jazz & beyond

Archiv: Was gab's Neues im Jahre 2006?

In eigener Sache: Christmas comes but once a Year

15.11.2006

Christmas comes but once a Year Wie der Titel schon sagt: Weihnachten ist nur einmal im Jahr. Gut. Die freieren Übersetzungen lauten: Es ist nicht alle Tage Sonntag. oder Man muss die Feste feiern, wie sie fallen! Auch gut. Nicht so gut: Unsere vertrauten Wege in den Supermärkten sind schon wieder gepflastert mit Schokoklade, umhüllt mit Folien in den Farben eines großen Getränkeherstellers aus Atlanta.
Um an dem allgemeinen Konsumterror zu partizipieren, lade ich Sie herzlich ein, sich ein schönes neues, poppiges und doch leidenschaftliches Weihnachtslied anzuhören, bei dem ich auch mit am Notenpapier saß: Christmas comes but once a Year eben, dass in orchestraler Besetzung daherkommt. Die kostenlosen Noten für die Hausmusik oder öffentliche Aufführungen, sei es für die Omi oder auch tausend Leute mehr, sowie weitere Informationen zum Stück finden Sie auf einer Sonderseite. Wenn Sie eher zur entscheidungsfreudigen Fraktion gehören, können Sie besagten Titel auch sofort vorhören und - kaufen. Support your (wonderful) local musicians! The music is for you.
Christmas comes but once a Year, Cover © N.N.

JazzFest Berlin 2006

12.10.2006

JazzFest Berlin 2006 Das vollständige Programm des JazzFest Berlin 2006, das vom 01. bis zum 05. November an verschiedenen Spielorten stattfindet, erwartet Sie auf den Seiten der Berliner Festspiele. Musikalische Schwerpunkte der in diesem Jahr auftretenden Gruppen sind Jazz und Film, ein Tribut an New Orleans sowie die alpenländische Jazzszene.
An dieser Stelle sei auf die Liveübertragungen innerhalb des ARD-Hörfunks hingewiesen: Am 04.11. hören sie ab 20.00 Uhr Musik und Gespräche auf den Sendern BR 4 Klassik, Kulturradio vom rbb, radio bremen - nordwestradio, SR2 KulturRadio und WDR 3. Am Sonntag, den 05.11., überträgt das Kulturradio vom rbb den Abschlussabend des JazzFest ebenfalls live, und zwar ab 20.04 Uhr in Berlin auf 92,4 Mhz und in Brandenburg. Wir hören uns dann also, oder besser gesagt: Sie mich. ;-) Auf den Seiten des kulturradio finden interessierte HörerInnen, die nicht in den entsprechenden Regionen wohnen, auch einen Real Audio-Internet Livestream. Hörfunksendungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gibt es übrigens jederzeit komfortabel im Radioprogramm der ARD zu übersehen.
JazzFest Berlin 2006, Plakat (Ausschnitt) © Henning Wagenbreth

Saxophon-Ikone Dewey Redman verstorben

04.09.2006

Dewey RedmanCharlie Haden, Keith Jarrett, Ornette Coleman sind allesamt Altmeister des Jazz, mit denen der Meister selbst zusammengearbeitet hat. Dewey Redman war einer der prominentesten Vertreter des modernen Jazz, genauer: des Free Jazz der späten sechziger Jahre. Er war zudem, wie nicht viele Jazzer aus seiner stilistischen Epoche, in der Lage, traditionelle Jazzstandards weich wie auch kraftvoll zu interpretieren. Sicher nicht zuletzt, weil er in den späten Fünfzigern Schüler von Dexter Gordon und Sonny Rollins war.
Vielleicht gab ihm aber auch sein Lehrer John Coltrane den Anstoss, später weitestgehend autodidaktisch an seinem Klang und seinen musikalischen Vorstellungen zu arbeiten, die ihn auf die Höhe der Zeit brachten. Noch am 27. August trat er auf einem Festival in New York auf, wo er am 02. September im Alter von 75 Jahren starb.
Dewey Redman, Bild © N.N.

"Männersachen" - Roger Cicero

27.06.2006

Roger Cicero - MaennersachenWie heisst es auf der CD? Zieh die Schuh' aus, bring den Müll raus! Pass aufs Kind auf, und dann räum hier auf! - Dies alles sind Dinge, die wir unefrauzipierten Männer nicht gerne tun. Vielleicht geht es dem Sänger dieser Zeilen, Roger Cicero, auf dem Album Männersachen ähnlich. Von Sportschau sehen, grillen und Bier trinken ist in diesem Songtext des Titelstückes zum Glück keine Rede. Wer wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht (der Text stammt übigens von Frank Ramon, der auch mit Annett Louisan arbeitet), dem sei der Kauf dieser jüngst erschienenen CD herzlichst angeraten.
Nebenbei bemerkt: Männersachen stümte seit dem Ersteinstieg am Veröffentlichungsdatum, dem 09. Juni, die Longplaycharts und schaffte es bis auf Platz 3 und zur Goldenen Schallplatte. Und dabei handelt es sich um eine swingende Big Band-CD mit deutschen Texten. Soviel Geschmack hätte ich unseren Breitengeraden gar nicht mehr zugetraut. Gratulation, Roger und Team! Er ist ein Dichter, ein Denker, ein Richter, ein Henker, ein Sänger, ein Lover, der Typ auf dem Cover. Ein Meister, ein Sieger, die oberste Liga... - na, das wusste ich doch schon, als wir noch zusammen unter einem Dach wohnten. ;-)
Roger Cicero, Bild (Ausschnitt) © Frank Eidel

Armes Sonnenlicht

09.03.2006

next big thing, reallyDa denkt man, dass das Hemmnis, mit miserabler Stimme an die Öffentlichkeit zu gehen, durch die peinlichen Auftritte der diversen Zlatkos, Jürgens und Rudolphs in der jüngeren Vergangenheit zugenommen hat. Nicht so bei den drei Sängern von next big thing und ihrem Lied "Wo bist Du, mein Sonnenlicht". Sehen Sie sich unbedingt das Video zu diesem Titel an. In den USA könnte man mich für diesen Hinweis vermutlich auf Schmerzensgeld verklagen, aber auch hierzulande rate ich Ihnen, vor dem Hören dieses Titels profilaktisch eine Tablette zu schlucken. Bleiben Sie stark!
next big thing, Bild © N.N. (Screenshot)

Nachtrag vom 13.03.2006: Nun hat sich das Klatschblatt Bunte um die Jungs gekümmert und Ihnen ein Interview, übrigens "weltexklusiv", abgerungen. Dort meinen sie: "Wir sind erst Stars, wenn wir einen Plattenvertrag haben." Das sieht doch gut aus, denn angeblich sind bereits mehrere Labels hinter Ismael und Selcuk von der Grup Tekkan sowie Fatih her.

In eigener Sache: BJJO

21.02.2006

Berliner JugendJazzOrchester (BJJO)Im Zeitraum vom 27.03 bis zum 02.04. findet die Frühjahrsarbeitsphase des Berliner JugendJazzOrchesters (BJJO) statt. Für diese Arbeitsphase werde ich die musikalische Leitung dieser Big Band übernehmen und freue mich darauf, mit talentierten, jungen Jazzern ein Programm zu erarbeiten, das stilistisch von Swingtiteln bis hin zu modernen Arrangements und Kompositionen reicht, und das zu einem guten Teil mit Stücken aus meiner eigenen Feder.
Die im Anschluß an diese Arbeitsphase stattfindenden Konzerte können Sie live am 01. April im Berliner Jazzclub b-flat sowie am 02. April im Lindenpark in Potsdam erleben. Interessierte junge Berliner Jazzer bis zum Höchstalter von 25 Jahren, die an dieser Arbeitsphase teilnehmen möchten, können die Ausschreibung beim Landesmusikrat Berlin anfordern und sich bewerben.
BJJO, Bild (Ausschnitt) © LMR

"The Moment we met" - Esther Kaiser

16.02.2006

Esther Kaiser - The Moment we met Bereits zum zweiten Mal empfehle ich an dieser Stelle ein Album der Sängerin Esther Kaiser aus Berlin. Es heisst The Moment we met, und ich muss zu meinem Leidwesen bekunden, dass ich es noch nicht gehört habe. Da ich Esther aber als Kollegin schätze und auch den Geschmack der beiden hier zitierten Journalisten, bin ich bereits jetzt überzeugt, dass es sich wieder um eine tolle CD handelt.
"Ihre Band erzeugt eine große musikalische Dichte und Intensität und überzeugt bei der Interpretation von Jazz- und Pop-Standards durch sehr originelle Arrangements.", meint zum Beispiel Ulf Drechsel vom rbb kulturradio. Josef Engels empfiehlt in der Berliner Morgenpost bezüglich der Bearbeitungen ihrer Titel einen Song von den Beatles: Man muß nur ihre 'Eleanor Rigby'-Version hören. Ein Husarenstück. Hut ab.
Esther Kaiser, Bild © Thomas Duffé

Groovy, Andi T.!

02.01.2006

Andreas Trautvetter Andreas Trautvetter alias Andi T. ist nicht nur als dem interessierten Bürger weithin unbekannter Verkehrsminister Thüringens auf der Suche nach dem richtigen Ton. Mit seiner Politik hat er es meines Wissens noch nicht in die großen Schlagzeilen geschafft, wohl aber als Sänger: Der 50-jährige Trautvetter (CDU) zog in den aktuellen Charts des MDR Radio 1 an Größen wie Xavier Naidoo vorbei und belegt dort mit dem "Rennsteiglied" derzeit Platz drei. Altbundespräsident Walter Scheel (FDP) kann ihm da mit "Hoch auf dem gelben Wagen" kein Vorbild gewesen sein.
Überflüssig zu bemerken, dass dieser Mann nicht wirklich singen kann. Dass ein Mangel an Gesangstalent jedoch kein Hindernis für einen Einstieg in die Hitparaden ist, zeigen uns die Charts zu jeder Zeit. Mit diesem überraschenden Erfolg habe er nicht gerechnet, sagt Trautvetter. Des Rechnens ist er eigentlich mächtig, denn: Trautvetter ist Mathematiker.
Andreas Trautvetter, Bild © N.N.
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